Umwelttag des KJR – Feuer – Wasser – Luft

Experimente und Spiele rund um die Energie

Samstag, 28.05.2011 , 10.00 - 16:00 Uhr

 

Station: "Treibhauseffekt und wie ihn begrenzen?" 

Leitung: Monika Hager und Ernst-Josef Spindler, Burghausen

Ort:  Bei der Herrenmühle

 

Auf dieser Station haben wir über einige Dinge miteinander gesprochen, die den Treibhauseffekt betreffen, haben experimentiert und auch gespielt. Die Kinder waren sehr motiviert und haben toll mitgemacht. Als einmal ein Kind fror, hat Monika gleich einen kurzen Wettlauf zu einem nahen Baum gestartet und alle waren wieder warm.

Die meisten Kinder waren überrascht, dass der Treibhauseffekt nicht nur negativ ist: Ohne den natürlichen Treibhauseffekt gäbe es keine Menschen auf dieser Erde! Zusammen mit unserer Sonne in der richtigen Entfernung erzeugt unsere Atmosphäre aus Luft zusammen mit dem wichtigsten natürlichen Klimagas "Wasserdampf" und dem Kohlendioxid eine mittlere Temperatur auf der Erde von 15 °C.

Die Kinder denken nach, wie wir Luft spüren, sehen und hören können. Mit Experimenten zeigen wir dies anschaulich: Kann einer von uns ohne Luft leben, wie lange halten wir es ohne zu atmen aus? Wir blasen mit einem Strohhalm in ein Wasserglas, die Luftblasen zeigen die Luft.

Problematisch ist der menschengemachte, zusätzliche Treibhauseffekt, der vor allem durch Kohlendioxid bei der Verbrennung von Kohle, Erdöl, Benzin usw. erzeugt wird. Er heizt die Erde weiter auf.  
Das hat auch etwas mit uns direkt zu tun: Die meisten von uns sind mit dem Auto zum Umwelttag gekommen; aus seinem Auspuff kommt auch Kohlendioxid. Wir wohnen alle in einem Haus, das im Winter geheizt wird, wo im Sommer Heißwasser erzeugt und verbraucht wird. Und im Gegensatz zu früher ist schon fast jedes Kind in den Urlaub geflogen, viele schon mehrmals, eine immer größere Kohlendioxidquelle!
Wenn durch den zusätzlichen Treibhauseffekt zuviel "ewiges Eis" schmilzt, aus den Gletschern in den Gebirgen und der Antarktis, drohen Trinkwasserknappheit und ein Anstieg des Meeresspiegels; er bedroht Küstenbewohner. Wüsten wachsen, katastrophale Wettersituationen drohen (Tornados in Bayern!).

In einem einfachen Experiment erzeugen wir Kohlendioxid: Mischt man Natron (oder auch Backpulver) mit Essig (Zitronensäure und Wasser), entsteht Kohlendioxid, das einen Luftballon aufbläst. Wir untersuchen dieses entstandene Gas mit einer brennenden Kerze: Sie braucht Luft bzw. den Sauerstoff in der Luft, um zu brennen; ein Becher über die Kerze gestülpt lässt die Kerze erlöschen, da der nötige Sauerstoff verbrennt und kein neuer dazu kommt. Man kann die Kerze auslöschen, wenn das Kohlendioxid darüber gegossen wird, sie brennt aber weiter, wenn man Luft darüber giest. Alle Kinder machen diese Versuche!

Im Chemielabor haben wir noch einen schlimmen Fehler besprochen, den man auf keinen Fall machen darf: Eine Chemikalie (und auch Essig ist eine "Chemikalie") darf nicht in einer Wasserflasche aufbewahrt werden, auch nicht, wenn das Etikett beschriftet wird!! Wie leicht könnte jemand glauben, das wäre Wasser oder Apfelsaft, ....! Viele Unfälle passieren so und könnten verhindert werden, wenn alle Flüssigkeiten richtig aufbewahrt werden!

Wie kann man etwas gegen den zusätzlichen Treibhauseffekt machen? An obigen Beispielen sieht man, dass wir Treibhausgase verringern können, wenn wir mehr mit dem Fahrrad fahren oder laufen, Häuser besser isolieren, auch mal mit der Bahn in den Urlaub fahren, ... Das sind Maßnahmen, die jeder von uns ergreifen kann! Und wenn dann noch eine Energiewende stattgefunden hat, und der Strom mit Wind, Sonne und Wasser hergestellt wird, haben wir die wichtigsten Punkte, den Treibhausinfarkt zu verhindern. Atomstrom soll vor allem aus anderen Gründen ersetzt werden.

Zum Schluss gab es noch ein Spiel, bei dem sich jeder einen Luftballon an den Fuß gebunden hat; in einem kleinen Bereich haben wir dann versucht, bei anderen den Luftballon zu zertreten.

Nicht nur den Kindern, auch uns Betreuern hat dieser Umwelttag gefallen! Herzlichen Dank für Euer prima Mitmachen!

 

Monika Hager und Ernst-Josef Spindler, Burghausen

 

Hier einige Bilder