Der Idas-Bläuling (Plebejus idas)

Im Landkreis gibt es gut 18 (!) verschiedene Bläulingsarten (Lycaenidae).Nur etwa die Hälfte davon ist, im männlichen Geschlecht, mehr oder weniger blau gefärbt und so auch für den Laien als Bläuling zu erkennen. Der Idas-Bläuling, manchmal auch Ginster-Bläuling genannt, gehört zusammen mit dem sehr ähnlichen Argus-Bläuling (Plebejus argus) zur Gruppe der Silberfleck-Bläulinge, welche sich durch metallische Flecken auf der Hinterflügelunterseite (auf dem Bild gut zu erkennen) auszeichnen.
Der Idas-Bläuling ist eine typische Magerrasenart und kommt in verschiedenen Unterarten in ganz Europa (außer den Britischen- und einiger Mittelmeerinsel), Asien und Nordamerika vor. In der Region begegnet man ihn am ehesten auf sandigen bis kiesigen Böden, wie im Bereich der Staustufe Perach, den Inndämmen oder wie in Raitenhaslach, einer aufgelassenen Kiesgrube. Hier fliegt er in zwei Generationen von Juni bis August. Die Raupen fressen an verschiedenen Hülsenfrüchtler (Leguminosen) und leben in Symbiose mit Ameisen in deren Nestern sie sich schließlich auch verpuppen. In den Lichtungen der Forste im Landkreis Altötting fliegt seine Zwillingsart, der Argus-Bläuling und an wenigen Stellen zum Beispiel in den „Brennenstandorten“ entlang der Alz kann mit beiden Arten gerechnet werden. Ein, zwar nicht ganz zuverlässiges Erkennungsmerkmal ist dabei der schwarze  Saum auf der Flügelinnenseite, der beim Argus-Bläuling in der Regel deutlich breiter als beim Idas-Bläuling ist. Der Idas-Bläuling ist sowohl in Deutschland als auch in Bayern als stark gefährdet eingestuft. In unserer Region gehört er zu den wenigen Schmetterlingsarten, deren Bestand die letzten Jahre nicht nur stabil geblieben ist, sondern sich sogar etwas ausbreiten konnte.

Idas-Bläuling mit dünnem schwarzem Flügelsaum (Foto: Sage)
Idas-Blaulinge bei der Paarung. Gut zu erkennen sind die metallische Flecken auf der Hinterflügelunterseite. (Foto: Sage)
Argus-Bläulinge mit breitem schwarzem Flügelsaum (Foto: Sage)