Schneespannermännchen Anfang Februar 2014 an einer Hausmauer bei Marktl
(Foto: Sage)

Der Schneespanner (Phigalia pilosaria)

Wer Ende Februar, Anfang März Hausmauern, die sich im Lichtkegel einer Straßenlaterne befinden, genauer absucht, wird nicht selten einen grauen, dicht behaarten Nachtfalter beobachten können, den Schneespanner. Der männliche Schneespanner ist mit einer Flügelspannweite bis zu 45 Millimetern ein vergleichsweise großer Nachtfalter aus der Familie der Spanner (Geometridae). Die Weibchen sind flugunfähig und besitzen, wie die Frostspanner, nur noch sehr kurze Flügelstummel. Hinsichtlich Zeichnung und Färbung variieren die Falter so sehr, dass zahlreiche Zeichnungsvariationen beschrieben wurden. Der Schneespanner ist in Europa weit verbreitet und nicht selten. Lediglich auf einigen Mittelmeerinseln fehlt die Art. Er lebt hauptsächlich an Waldrändern, Parks, Gärten und Feldhecken, kommt von der Ebene bis in die Gebirge hinein vor und kann so auch im gesamten Landkreisgebiet gefunden werden. Die jährlich in einer Generation auftretenden Falter fliegen von Ende Januar bis Mitte April und sind damit die ersten Falter des Jahres die aus der Puppe schlüpfen und nicht wie Pfauenaugen oder Zitronenfalter als Schmetterling überwintern. Die Raupen sind ab Ende April bis Mitte Juli anzutreffen. Sie fressen an verschiedenen Laubbäumen und verpuppen sich in der Erde, um als Puppe zu überwintern. Der Schneespanner ist in Deutschland noch nicht gefährdet.