Der Wachtelweizen-Scheckenfalter beim Sonnenbad (Foto: Sage)

Der Wachtelweizen-Scheckenfalter (Melitaea athalia)

Dieser auch als Gemeiner Scheckenfalter bekannte Tagfalter war in der Region noch vor wenigen Jahren an Halbtrockenrasen an buschreichen Hängen, Weg- und Waldränder aber auch in Feuchtwiesen eine stets gegenwärtige Art. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich durch fast ganz Europa, so gibt es Vorkommen vom nördlichen Polarkreis bis nach Sizilien. Durch Intensivierung der Landwirtschaft und Verarmung von Wiesen und Waldsäumen ist dieser Scheckenfalter mittlerweile aber fast vollständig aus unserer Region verschwunden. Erst 2017 gelang nach Jahren wieder mal ein Nachweis auf einer Blumenwiese im Garten des Verfassers.
Der Wachtelweizen-Scheckenfalter fliegt in einer Generation von Mai bis August, in günstigen Jahren tritt eine partielle zweite Generation von Mitte August bis September auf.  Zur Nahrungsaufnahme besucht er eine Vielzahl von Blütenpflanzen wie Disteln, Flockenblumen, Dost, Thymian, Knöterich und Klee. Die Eiablage erfolgt in Gelegen auf der Blattunterseite der Raupenfutterpflanze, vorzugsweise an Wiesen-Wachtelweizen aber auch an Wiesen-Augentrost oder Spitz-Wegerich. Die Raupen überwintern in Seidengeweben. Die Verpuppung erfolgt im Frühjahr an Blättern oder Stängeln in Bodennähe. In der Roten Liste Bayern wurde der Wachtelweizen-Scheckenfalter von der Vorwarnstufe (2003) auf nun gefährdet (RL3) hochgestuft.