Artenvielfalt, das Schwerpunktthema der KG-Altötting

Die Artenvielfalt ist bedroht, der Artenschwund ist mittlerweile besorgniserregend!

Viele Experten sehen den derzeitigen von Menschen-gemachten, weltweiten und massiven Artenschwund als ein noch größeres Problem an als den Klimawandel: Die einzige Art, die zahlenmäßig weiter wächst ist der Mensch, alle anderen Arten nehmen ab bzw. sterben aus, teilweise bevor sie überhaupt entdeckt worden sind. Zwar gibt es Managementpläne von staatlicher Seite, aber irgendwie scheinen sie nicht zu greifen, bzw. bei den wichtigen Akteuren nicht anzukommen. Nach u.M. fehlen: 

1. das breite Wissen über den Artenschwund und seine Bedeutung als Antriebsmotor für Gegenmaßnahmen,

2. die Kenntnisse und Übersicht über die vorhandenen Eingriffsmöglichkeiten jedes Einzelnen.

Deshalb möchten wir im Frühjahr 2019 ein Symposium zur Artenvielfalt für alle Akteure (Kommunen, Landwirte, Lehrer, Gartenbesitzer....) auf die Füße stellen. Das Symposium soll 2 Tage dauern (vermutlich im Forum, Altötting). Wir wollen aber das Thema durch viele weitere einfallsreiche Aktionen vorbereiten und zum Dauerbrenner machen. Ein Ökolehrpfad wird eigenständiger Teil dieses Projektes sein. Wer sich an diesen herausfordernden Projekten beteiligen möchte (Mithelfer dringend gesucht!), meldet sich bitte bei Uwe Reuter  oder bei der Geschäftsstelle des BN. An diesem Thema Interessierte treffen sich derzeit an den zweitletzten Freitagen im Monat im BN-Büro, Altötting, Bahnhofstr. 48, 19 Uhr.

Informationen zum Artenschwund gibt es unüberschaubar viele, man muss nur eine Tier- oder Pflanzenklasse zusammen mit "Artenschwund" googeln. Siehe u.a. auch hier unten.

Das Umweltamt der Stadt Burghausen hat 2016 unter dem Stichwort "Wildes Burghausen - Artenvielfalt entdecken" einige interessante Aktionen organisiert und auf einem Flyer veröffentlicht (Flyer Vorderseite und Rückseite)!

Das Bayerische Umweltministerium erstellt derzeit wieder "Rote Listen Tiere 2016", sie lösen die "Rote Listen Tiere 2003" ab. Bisher (Februar 2017) erschienen sind die "Neuen Roten Listen" für Brutvögel, Heuschrecken, Tagfalter; weitere für Libellen, Reptilien, Amphibien, Säugetiere, Fische sollen noch 2017 veröffentlicht werden. Die "Rote-Listen Pflanzen" erscheinen wegen der viel größeren Vielfalt erst ab 2018, wie etwa die der Moose; hier ein Link zu der bisherigen "Roten Liste Pflanzen".

Ergebnisse der "Neuen Roten Liste Tiere 2016":

* Dramatischer Rückgang vor allem von "Allerwelts"-Arten!

* Hauptverantwortlich ist die konventionelle Landwirtschaft mit ihren flächendeckenden Stoffeinträgen! Gemeint hat hier UW-Ministerin Ulrike Scharf (CSU) die massenhafte Ausbringung von Gülle und Kunstdünger sowie den massiven Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (SZ, S. 39, 2. 2. 2017).

Laut der Ministerin geht es nicht um mehr Öko-Landwirtschaft, sondern nur eine deutliche Reduzierung der Einträge durch die konventionelle Landwirtschaft kann hier helfen!