Die Wiese – ein verlorenes Paradies? Ein nautilusfilm Film von Jan Haft

Datum
06.03.2020 20:00 - 21:30

Ort
Burghausen, Stadtplatz, Ankerkino

Die Wiese – ein verlorenes Paradies?

Ein nautilusfilm Film von Jan Haft

Unsere Augen können viele Millionen Farbnuancen wahrnehmen. All diese Abstufungen und noch viele weitere gibt es in der Wiese. Kein anderer heimischer Lebensraum ist so buntund nirgendwo lauert mehr Vielfalt. Doch immer mehr Farben verschwinden, weil Pflanze um Pflanze, Tier um Tier weichen muss. Kein anderer Lebensraum ist derzeit ähnlich dramatisch vom Aussterben bedroht. Aber die Farben sind nicht alles, was zu verschwinden droht. Einst bedeckten Teppiche aus Gräsern und Kräutern die Landschaft und aus ihnen drang eine Euphonie aus Zwitschern und Zirpen. Dutzende Vogelarten leben in der Wiese, dazu Hunderte Heuschrecken, Zikaden und Wanzen. All diese Tiere erheben ihre Stimme, umnach Artgenossen zu rufen, die in dem Ozean aus wogenden Halmen leben. Im Wiesenkonzert sind manche Solisten laut, andere rufen leise. Wiese ist nicht gleich Wiese!

Je nach Boden, Klima und geografischer Lage sortieren sich Tausende Tier- und Pflanzenarten zu Gemeinschaften, die am besten zusammen passen. Diese Mannigfaltigkeit macht jede Wiese einzigartig. Das enge Neben- und Miteinander führt zu erstaunlichen Anpassungen: Manche Blumen tarnen sich als Tiere und setzen bei der Bestäubung auf verliebte Sechsbeiner. Einige Tiere sehen aus wie Samenkörner, um bei ihrem Ritt auf einer wogenden Rispe ihren Fressfeinden nicht aufzufallen. Und die Jungen mancher Vogelarten tragen künstliches Heu auf dem Kopf, um als trockene Grasbüschel durchzugehen. Während sich die einen tarnen und verstellen, scheinen andere aufzufallen zu wollen so gut es geht. So gehören zu den Wiesenbewohnern unsere schillerndsten Insekten, die farbenprächtigsten heimischen Pilze und natürlich die buntesten Blumen. Ein schier unüberschaubar vielfältiger Kosmos – direkt vor unserer Haustüre!

„Die Wiese – Ein verlorenes Paradies?“ gibt einen Einblick in diese Welt. Autor und Regisseur Jan Haft nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in das Reich der Gräser und Kräuter und dabei lädt der Filmemacher ein mitzukommen auf eine Spurensuche - denn kaum ein anderer Lebensraum gibt uns so viele Rätsel auf: Warum leben in der Wiese so viele Tiere, wo doch immer wieder ein Mähwerk mit seinen fliegenden Klingen alles absäbeltwas hier grünt und blüht? Kann eine Wiese nicht einfach wachsen und sich selbst überlassen bleiben? Wie sind unsere Blumenwiesen entstanden, wo lebten die Wiesentiere und –pflanzen, bevor es den Mensch und die Landwirtschaft gab? Und schließlich: Warum ist dieser faszinierende Lebensraum so auf dem Rückzug?


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