Krötenwanderung 2026

Die Amphibien- und Artenschützer sind wieder im Landkreis aktiv
Die Erdkröten- und Amphibienwanderung beginnt – das bedeutet einen richtigen tatkräftigen persönlichen Einsatz der ehrenamtlichen Krötenretter
BN-Kreisgruppe Altötting hilft Fröschen und Kröten auf dem Weg zu ihren Laichgebieten. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer*innen werden jetzt aktiv und bauen Schutzzäune auf, um die Tiere vor dem Tod auf der Straße zu bewahren. Die bayernweite Aktion rettet jährlich bis zu 700.000 Amphibien das Leben. Die nun ansteigenden Temperaturen locken Kröten, Frösche und Molche aus ihren Winterquartieren. Darum werden nun von der BN-Kreisgruppe Altötting und anderen Gruppen und auch mit Unterstützung der kommunalen Bauhöfe, überall im Landkreis die Amphibienschutzzäune aufgebaut. Ab einer nächtlichen Temperatur von circa fünf Grad und insbesondere bei regnerischem Wetter sind die fortpflanzungsbereiten Tiere massenweise auf Wanderschaft. Deshalb sind in diesen Wochen wieder zahlreiche ehrenamtlich Aktive des BUND Naturschutz in Koordination mit weiteren Gruppen an Straßenrändern unterwegs, kontrollieren jeden Abend und auch morgens die Fangzäune und bringen die eingesammelten Tiere sicher auf die andere Straßenseite. Bis Ende April muss man auf unseren Straßen mit den Amphibien oder mit Menschen, die zu deren Schutz in den Morgen- und Abendstunden unterwegs sind, rechnen. Im Kreisgebiet ist eine Aufstellung und Betreuung von mehreren Amphibienzäunen in folgenden Gemeindebereichen durchgeführt: Pleiskirchen - Hanning, Töging - Höchfeldenerstraße, Winhöring – Aich und Aufham, Reischach - Hochmühlbad, Kastl – Fliegl und Einschleifung zur St2107, Tyrlaching – zwischen Niederbuch und Kienertsham, Emmerting – Obere Dorfstraße und Halsbach - Hütting. Neue Projekte entstehen heuer in Burghausen – Bergham und in Oberschroffen – Harterstraße. Die ehrenamtlichen Helfer*innen betreuen bis zu zehn Wochen lang die Übergänge. Im letzten Jahr konnten auf diese Weise ca. 4000 Erdkröten und andere Amphibienarten vor dem Tod auf den Straßen bewahrt werden, das bedeutet eine sehr positive Entwicklung. Der BN-Amphibienkoordinator Erwin Scheiwein und BN-Kreisvorsitzender Gerhard Merches wünschen sich, dass die Krötenrettung im Landkreis an all diesen Strecken auch in Zukunft weiter geht. Wer etwas Gutes für den Erhalt der Arten tun will, ist dabei jederzeit herzlich willkommen, mitzuhelfen. Außerdem freuen wir uns immer über Meldungen aus der Bevölkerung über Wanderungsrouten, wo es noch einen Schutzzaun braucht, allerdings dann auch „helfende Hände“. Der BN bittet alle Autofahrer in den kommenden Wochen um besondere Vorsicht und Rücksichtnahme:
• Befolgen Sie die Geschwindigkeitsbegrenzungen an den Amphibienzäunen.
• Achten Sie an den Stellen, an denen Amphibienzäune errichtet sind, auf die Helfer, die am Straßenrand Tiere einsammeln.
• Reduzieren Sie Ihr Tempo auf Straßen, die an Teichen oder Feuchtgebieten vorbeiführen, auch wenn keine Warnhinweise aufgestellt sind.
• Sie haben eine Stelle entdeckt, an der viele Amphibien überfahren wurden und an der kein Schutzzaun errichtet ist oder wollen selbst mithelfen? Melden Sie sich bitte per Mail an: altoetting@bund-naturschutz.de


