Zu Gast bei Frosch & Co

Am Samstag, den 18.04.26, war es warm und sonnig. 12 Erwachsene und 8 Kinder hatten sich am Treffpunkt eingefunden und zogen mit uns ins Feuchtbiotop des BUND Naturschutz. Das Biotop umfasst drei Teiche, die hintereinanderliegen, miteinander verbunden sind und vom Reischachbach gespeist werden. Alle drei Teiche sind stark verschilft und müssen ausgebaggert werden, um den Amphibien wieder mehr gerecht zu werden. Dies sollte eigentlich im letzten Jahr geschehen, doch die Gelder dafür wurden von der bayerischen Regierung gestrichen, sodass wir mit dem Landschaftspflegeverband auf die nächste Förderperiode warten.
Das Gelände wird derzeit von 6 Heidschnucken beweidet. Der Besitzer der Tiere, Matthias Hautzinger war mit seiner Familie auch anwesend. Die Tiere sind einigermaßen scheu, ließen sich aber von uns nicht weiter stören.
Gleich zu Beginn fing Dipl. Biologin Ines Hager ein Braunfrosch-Jungtier. An diesem konnte sie die wichtigsten Erkennungsmale erklären. Außerdem ließ sich das Tier anschließend bereitwillig fotografieren, bevor es das Weite suchte. Dies war dann auch der einzige Frosch, den Ines Hager fangen konnte. In den Teichen war zuviel Röhricht und der Grund zu sumpfig. Harald Wirth, Hobbyfotograf aus Kastl konnte aber Grünfrosche ablichten und hat diese Bilder und einige mehr für den Bericht zur Verfügung gestellt.
Anhand von Tiermodellen erklärte Ines Hager die Unterschiede und Eigenschaften der Amphibien. Anschließend verlagerte sie sich aufs Keschern und auf individuelles Beantworten aller Fragen und Erklären der jeweiligen Funde. Die Ausbeute war, wie gesagt, nicht so groß und wurden in mit Wasser gefüllte Schalen verbracht. So konnten sie von allen gut betrachtet werden. Unter anderem konnten neben einigen Wasserschnecken, Bachflohkrebse, Rückenschwimmer, Eintagsfliegenlarven, Köcherfliegenlarven, ein Gelbrandkäfer und ein Wasserscorpion in den durchsichtigen Wasserwannen näher angeschaut werden. Zwar waren Grünfrösche immer wieder zu hören, fangen ließ sich aber keiner. Aber einen Laichballen konnte Ines Hager zur Ansicht bringen, der natürlich am Ende wieder an seinen Platz gebracht wurde. Während Ines Hager mit ihrer Wathose immer wieder in die Teiche stieg, suchten die Kinder mit ihren Eltern nach anderen Tieren und fingen Wolfspinnen, Listspinnen, Heuschrecken-Larven, Käfer und Wanzen. So verging der Nachmittag wie im Flug.
Wir danken Matthias Hautzinger für die Erlaubnis, trotz seiner Schafe, ins Gelände zu gehen und dass er bereitwillig seine Tiere ins Gelände gebracht hat, was uns viel Mäharbeiten erspart. Ganz besonders möchten wir auch bei Harry Wirth bedanken, der seit einigen Jahren viele unserer Exkursionen fotografisch begleitet, was für die „Nachlese“ ein besonderer Schatz ist!
Aber neben großem Dank gilt auch unsere Bewunderung für die Frustationstoleranz von Dipl. Biologin Ines Hager. Trotz der widrigen Teichverhältnisse stieg sie immer wieder ins Wasser und wir versprechen ihr hiermit, dass beim nächsten Mal die Teiche geräumt sind. Wir danken für ihre Expertise, ihren schweißtreibenden Einsatz und für den wunderbaren Nachmittag!









