Naturerlebnispfad im Altöttinger Gries

Vielfalt vor unserer Haustür

Der Naturerlebnispfad wurde von einem der Gründungsmitglieder der Kreisgruppe - Richard Antwerpen - vorgeschlagen. Der Vorstand hat diesen Vorschlag angenommen und mit den Planungen begonnen.

Geplant ist ein Verlauf des Pfades von der Osterwies über den Kapellplatz bis zur Herrenmühle. Er soll in mehreren Modulen angegangen und umgesetzt werden. Zuerst in etwa 10 - 11 Stationen im Altöttinger Gries. Uwe Reuter leitet dieses Projekt und hat mit einigen Mitstreitern mehrere Lehrpfade besucht und anhand der Erfahrungen der dortigen "Macher" das Konzept entwickelt. Hier eine Beschreibung des Konzeptes.

Dieses Projekt wird von der Stadt Altötting unterstützt und von der Regierung von Oberbayern zu 70 % gefördert. Die Umsetzung des Naturerlebnispfades kann erst im Frühjahr 2018 begonnen werden, da der Sturm im August 2017 starke Schäden im Gries angerichtet hat. Die Stadt Altötting arbeitet mit Hochdruck an den Aufräum- und Abstützungsarbeiten.

Die 10 bis 11 Stationen werden mit je einer Infotafel mit kurzen, aber prägnanten (Wissens-)Texten ausgestattet. Parallel dazu läuft eine Geschichte zum Vorlesen (oder selbst lesen) für die Kleinsten der Besucher. Geplant ist auch die Möglichkeit den Pfad mit Audiodateien, abrufbar über QR-Code, zu bestücken (Hörpfad).

Folgende Schulen beteiligen sich an der Umsetzung (Partizipationsprojekt):
Herzog-Ludwig-Realschule: Hörpfad
Maria-Ward Gymnasium: Totholzstation
Berufsschule Altötting: Glasbodensteg
König-Karlmann Gymnasium: Mitwirkung bei der Erstellung der Holztiere

Fortschritte in der Planung und Umsetzung des Naturerlebnispfades werden in regelmäßigen Treffen, jeweils am vorletzten Freitag im Monat ab 19:00, in der Geschäftsstelle (Bahnhofstr. 48, Altötting) dargestellt und weitere Schritte besprochen. Wer sich daran beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen, unverbindlich vorbeizukommen. Jede helfende Hand ist willkommen.

Wie die Arbeiten am Naturerlebnispfad vorangehen zeigen wir Ihnen hier.

 

Derzeit haben wir folgende Stationen geplant:

1. Spechtbaum


Wie klingt ein Specht? Mit einer Vorrichtung, kann der Besucher verschiedene Spechte klopfen lassen.

Bedient wird die Station über einen Seilzugmechanismus, die Spechte sind am Baumstamm in luftiger Höhe montiert. Die Spechte sind aus Holz, die Schnäbel mit Metall verstärkt.

 2. Baumhöhle

Höhle in die der Besucher den Kopf stecken und die Geräusche der hier lebenden Tiere hören kann. Ausgestattet mit einem von einem Bewegungsmelder gesteuerten MP3-Player, der dann via Zufall im Inneren die Geräusche verschiedener dort lebender Tiere abspielt, wie z.B. Fledermaus, Vogelbabies, Insekten etc. Die Stromversorgung läuft via Solarzelle.

 3. Totholzstation


Totholz ist Lebensraum für Algen, Moose, Pilze, Insekten oder Spinnen. Es stellt einen wichtigen Baustein im Kreislauf der Natur dar. Auf dem Boden liegende Baumstämme, die jedes Jahr um einen ergänzt werden, können den zeitlich Verlauf des Zersetzungs- bzw. Verwertungsprozesses visualisieren.

4. Bodensehfenster

Eine begehbare und bruchsichere Glasscheibe im Boden eingelassen, unter der Modelle von stark vergrößerten Bodenlebewesen gelegt oder geklebt werden.

 

 

 5. Bodenschichtenstation

Ein kleiner senkrechter Abstich am Hang, der die einzelnen Bodenschichten frei legt. Davor wird eine zwischen zwei Pfosten bewegliche Lupe installiert, um sich die Schichten - und vielleicht auch kleine Lebewesen - besser anschauen zu können.

6. Laubtunnel

Zum Thema "Abfallverwertungsgesellschaft" wird ein aus Rundhölzern und Hasenstalldraht bestehender doppelwandiger Tunnel gebaut, der mit Laub gefüllt wird.

Mittlerweile ist das Grundgerüst des Laubtunnels erstellt. Ein Bericht der Aktion findet sich hier: Laubtunnelbau

 

7. Glasbodensteg

Ein begehbarer Steg, der in der Mitte durch eine bruchsichere Glasscheibe den Blick auf den Bachgrund und das Leben im Bach frei gibt, das sonst nur verschwommen wahr genommen werden kann. Der Steg muss mit Hilfe von Schwimmkörpern schwimmen können, damit die schwankenden Wasserpegelstände ausgeglichen werden können.

Wahrscheinlich ist hier ein am Ufer festgemachter kurzer Steg mit Glasscheibe leichter zu realisiern.

8. Filterstation mit Wasserschnecke

Hier kann anhand von zwei trichterähnlichen Gefäßen, gefüllt mit unterschiedlichen Bodenmaterialien, selbst ausprobiert werden, wie schnell oder langsam Wasser durch den Boden sickert. Das Wasser dafür soll mit einer Archimedischen Spirale aus dem Bach gefördert werden. Die Spirale muss im Bach und mit leichtem Höhenunterschied weiter oben am Ufer befestigt sein.

9. Kletterspinne

Eine Spinne aus Baumstämmen (Rundhölzer) zum Beklettern im Durchmesser von ca. 3 Metern dient als Spielstation.

Lernziel: Bewegen, Austoben, sich Zeit nehmen

- und ganz nebenbei eine Verbindung zu der Vielfalt von Insekten, Spinnen und Co herstellen und deren komplexe Bauweise kennen lernen.

Die Kletterspinne zieht um

10. Raststation

Hängematten aus Holz zum Entspannen, Beobachten und Perspektivenwechsel. Diese Matte soll frei hängend zwischen den Bäumen aufgehängt werden.

Zur Ruhe kommen und die Natur beobachten. In diesem Fall soll der ungewohnte Blick in die Baumkronen die Besucher für die Wahrnehmung der Vielfalt verschiedener Lebensräume und Ökosysteme sensibilisieren.

Infoschilder

Die Infoschilder aus Holz werden in Form eines geöffneten Buches schräg geneigt auf einen ca. 30 bis 50 cm hohen Baumstumpf montiert.

Auf einer der je ca. DIN-A3 großen Seite gibt es Wissenswertes zum Thema der Station, auf der zweiten Seite wird für die kleineren Kinder mittels einer (Vorlese-)Geschichte in das Thema geführt.

Geschichtenpfad für Kleinkinder


Kinder lieben Geschichten und Kinder beseelen gerne Tiere und Gegenstände. Darum sollen speziell die Kinder mit einer fortlaufenden Geschichte durch diesen Erlebnispfad geführt werden, in der sie die Vielfalt der Natur rund um diesen Pfad kennen lernen. Neben dem dazugehörigen (Vorlese-)Text auf der einen Seite der Infoschilder, sind passend Tiere (und ähnliches) aus Holz im Gelände rund um die Stationen platziert.

 

Hörpfad

Zusätzlich Informationen, spannend verpackt, die wie auf einer persönlichen Führung etwas zu dem erzählen, was der Besucher gerade vorfindet. Somit wird sein Blick und seine Aufmerksamkeit gezielt auf interessante und wissenswerte Details aus dem Reich der Natur gelenkt.

Dazu benötigt der Besucher ein Smartphone o.ä. Die Audiodatei kann entweder mittels eines QR-Codes online abgerufen oder als automatisch startende GPS-Tour heruntergeladen werden.