Zu Gast bei Frosch & Co (13.04.2019)

Amphibien-Exkursion im Biotop des BUND Naturschutz in Perach

Seit ca. 25 Jahren unterhält die Kreisgruppe Altötting ein Amphibien-Biotop bei Perach, das einen außerordentlichen Amphibienbestand aufweist, z.B. Kammmolch, Gelbbauchunke und Grasfrosch. Seit 2008 wird ein Teil des Biotops durch Beweidung mit Pferden offen gehalten, was für den Erhalt der Amphibien sehr wichtig ist, denn sie benötigen besonnte Bereiche.
Dieses Biotop war das Ziel der Amphibien-Exkursion mit Diplom-Biologin Ines Hager, die die Amphibien und Wasserinsekten vorstellte. Leider war der letzte Sommer derart trocken, dass auch die Schneemengen des Winters den Grundwasserspiegel kaum anstiegen ließen. Außerdem waren die letzten Wochen vor allem nachts sehr kalt und so war nicht ein einziger Frosch und auch keine Kröte zu finden.

So zogen wir mit den 33 Teilnehmern (ca. 17 Kinder) zum Kammmolchtümpel, auch ein Feuchtbiotop des BUND Naturschutz. Hier zeigte sich zwar auch kein Frosch, aber der es konnten doch etliche Wassertierchen gefunden und in Wassergläsern und im aufgestellten Aquarium für alle zum Anschauen bereitgestellt werden. Auch ein großer Gelbbrandkäfer ging Ihnen ins Netz – ein gefürchteter Fressfeind der Kaulquappen. Rückenschwimmer und Wasserkäfer faszinierten die Kinder. Bald entdeckten sie auch den nebenan fließenden Bach und fingen Eintagsfliegenlarven in unterschiedlichen Stadien. Die besonders großen standen kurz vorm Schlupf.

Die Teilnehmer waren sicher etwas enttäuscht, weil gar kein Frosch entdeckt wurde, aber die sonstigen Funde wurden trotzdem mit viel Interesse begutachtet. Die Kinder waren bis zum Schluss hochengagiert dabei, trotz verschlammter Hosen und Wasser, das es irgendwie bis zum Po geschafft hatte.

Wir sagen vielen Dank an Ines Hager für ihren tollen Einsatz!

Ines Hager stellt die Amphibien vor
Da es keine Frösche gab, zeigte sie die Amphibienmodelle.
Der Tümpel, war ziemlich trockengefallen obwohl er im Grundwasser steht.
Nachdem auch Ines Hager nichts keschern konnte, gingen wir zum Kammmolchteich.
hier gab es wenigsten Froschlaich Kaulquappen und einige andere Wassertierchen.
an diesem Laichballen erklärte Ines Hager die unterschiedlichen Entwicklungstadien.
Den Kindern hat es trotzdem gefallen. Sie freuten sich über jedes gefundene Tier.