Biene und Wildbiene

Exkursion zum Lehrbienenstand des Imkervereins Marktl e.V. 

Bei kühler Witterung fanden sich ca. 35 Interessierte am Lehrbienenstand des Imkervereins Marktl ein. Daniela Ehm und Karl Lipp führten in das Thema ein und präsentierten einen Überblick über staatenbildende Bienen und Solitärbienen. Mit Hilfe von Fotos wurde das Bienenjahr veranschaulicht: der Wechsel zwischen Sommer- und Winterbienen. Angesprochen wurde auch das Problem einer späten Tracht, die die Winterbienen dazu verleitet, im Herbst Nektar einzutragen und sich dabei „aufzuarbeiten“.

Es gibt über 500 Bienenarten in Bayern. Solitärbienen sind bei der Wahl ihrer Nahrung häufig auf eine Pflanzenart angewiesen und fliegen nur in der Zeit, in der ihre Pflanze blüht. In dieser Zeit bauen sie Nester, sammeln Pollen, legen Eier und verschließen sie ihre Nester. Dort entwickeln und verpuppen sich die Larven. Diese warten dann in ihren Nestern, bis die Zeit gekommen ist, in der ihre Nahrungspflanzen wieder blühen.

Nur etwa 20 % der Wildbienenarten nutzen Stängel und andere Öffnungen für ihre Nester. Diese Arten nehmen auch die „Insektenhotels“ an.

Die Mehrzahl der Wildbienen baut ihre Nester jedoch im Boden. Wichtig ist, dass sie Stellen finden, die nicht beackert werden, da ihre Entwicklung ein Jahr dauert und das Hacken und Pflügen die Nester zerstören würde.

Es war ein lehrreicher Nachmittag und wir danken Daniela Ehm und Karl Lipp dafür, dass sie uns das Leben der Bienen und Wildbienen näher gebracht haben. Wenn Sie jetzt nicht dabei waren, den Bienenlehrpfad beim Lehrbienenstand in Marktl können Sie jederzeit besuchen.

Daniela Ehm und Karl Lipp führen in das Thema "Bienen und Wildbienen ein.
Ohne Angst vor Bienenstichen haben zu müssen, können wir Wabenmodelle ansehen.
Das Modell eines Bienenschwarms hat Herr Lipp in wochenlanger Kleinarbeit aus toten und getrockneten Bienen hergestellt.
Beuten am Lehrbienenstand des Imkervereins Marktl.
Karl Lipp stellt das Brutverhalten einer Mauerbiene vor.
Das Marktler Insektenhotel
Die rote Sandbiene sticht nicht.
Reger Austausch unter den Teilnehmern und mit den beiden Referenten rundeten die Veranstaltung ab.