Wilde Salzach, 6. April 2019

Am Samstag zog es 15 Teilnehmer bei schönem Wetter zur Salzach. Unter der Leitung von Dr. Holger Lundt fuhren sie mit dem Rad auf der österreichischen Seite an der Salzach entlang zum letzten unverbauten Uferabschnitt zwischen Burghausen und Radegund/Tittmoning. Dort wurde das Rad abgesperrt und zu Fuß weitergewandert. Die Salzach hat hier geologische und botanische Besonderheiten in und an der Salzach zu bieten. Imposante Felsen im Fluss, Feuchtbiotope und ein sehr schöner Buchenwald waren unter anderem sehenswerte Attraktionen entlang der Route. Stehendes und liegendes Totholz zeigte, welches Leben auf ihm möglich ist. Unterwegs informierte Holger Lundt über die Bedeutung der freifließenden Salzach in ihren letzten 60 km vor der Mündung und wie sich der BUND Naturschutz die notwendige Sanierung vorstellt. Eine Chance für eine lebendige, wilde Salzach. So wie es die Österreicher bereits angehen mit Aufweiten der Ufer damit die Auen wieder ihre angestammte Arbeit tun können und so einen gefährdeten Lebensraum wiederherstellen, der auch den Hochwässern ihre Spitze nehmen kann.

Seit dem Symposium So? Oder So! am 15. März in Altötting wissen wir, dass nun auch die CSU im Landkreis die Naturflussvariante unterstützt. Landrat Erwin Schneider hat es auf dem Symposium verkündet. Vielleicht können wir schon bald so eine schöne Tour auch auf der deutschen Seite zur Wilden Salzach anbieten!

Herzlichen Dank an Dr. Holger Lundt für die schöne Tour, die tollen, fundierten Informationen und die liebenswürdige Führung.

Begrüßung
Einzelne Kiesbänke entlang der Salzach auf der österreichischen Seite
Urige Bäume
Zu Fuß weiter durch den Urwald: Hier darf Natur noch Natur sein
Junger Spross des Riesenschachtelhalms
Lebensraum für den Biber
Kleine idyllische Buchten an der Salzach
Wilde Salzach
Alter, sterbender Baum am Wegesrand