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Mitgliederbrief 2026

Da die Deutsche Post unseren Mitgliederbrief zweimal nicht als Dialogpost anerkannt hat, stellen wir auch den Mitgliederbrief 2026 digital zur Verfügung.

Einladung zur Mitgliederversammlung

Einladung zur Mitgliederversammlung der Kreisgruppe Altötting

am Freitag, den 24. April 2026, 19.30 Uhr

in Altötting im Gasthof Plankl in Altötting, Schlotthamerstraße 4, Saal Einstein

Tagesordnung:

1.            Tätigkeitsbericht des Vorstandes

2.            Kassenbericht und Kassenprüfbericht

3.            Verabschiedung von Waldraut Derkmann

4.            Ehrung langjähriger Mitglieder

5.            Vortrag Harry Wirth über seine Exkursionen zum Grünen Band

6.            Wünsche und Anträge

Hinweis: Wahlberechtigt sind alle Mitglieder ab dem vollendeten 14. Lebensjahr.

Waltraud Derkmann

Waltraud Derkmann hat seit 2007 unsere Geschäftsstelle in der Bahnhofstr., Altötting, geleitet. Dort war sie Ansprechpartnerin für unsere Fachreferenten und interessierte Bürger. Nun geht sie in den wohlverdienten Ruhestand. Sie wird uns aber auch weiterhin unterstützen. Wir wünschen ihr alles erdenklich Gute und bedanken uns ganz besonders für die jahrelange unschätzbare Arbeit und ihre herzliche, ruhige Art. Ihren Job in der Geschäftsstelle hat Uwe Reuter ab 1. März übernommen. Wir wünschen ihm viel Erfolg für seine Arbeit.

An 20 Exkursionen haben 2025 knapp 390 TeilnehmerInnen teilgenommen.

Unsere ReferentInnen stellen uns ihre Zeit und ihr Wissen überwiegend kostenfrei zur Verfügung. Mit Ihnen werden unsere Exkursionen zu echten Highlights! Dafür bedanken wir uns an dieser Stelle ganz besonders herzlich. Auch in 2026 ist unser Veranstaltungskalender wieder gut gefüllt. Wegen besserer Planung bitten wir Sie, sich zu den Veranstaltungen unter Angabe des Namens, Personenzahl und Telefon-Nr. anzumelden! Auf unserer Homepage finden Sie unter "Veranstaltungen" dazu bei jeder Veranstaltung eine kurze Beschreibung und die Möglichkeit einer schnellen und bequemen Anmeldung. Unter "Veranstaltungen / Veranstaltungen in Wort und Bild" gibt es zu vielen Exkursionen der Vorjahre einen Kurzbericht mit Bildern. Schauen Sie doch mal rein.

Für individuelle Touren finden Sie gut ausgearbeitete Ausflugsvorschläge auf unserer Webseite unter „Ausflüge Natur/Kultur“. 

Die beiden GEO-Tage der Kreisgruppe, bei denen versucht wird, in einer bestimmten Zeit möglichst viele verschiedene Arten zu entdecken und zu notieren, waren auch dieses Jahr wieder sehr erfolgreich. Im Juni sind alle Artengruppen, für die wir ExpertInnen gewinnen können, im Fokus und im Herbst ausschließlich Pilze. Den Pilz-GEO-Tag leiten Till R. Lohmeyer und Dr. Ute Künkele. 

2025 haben wir am 27. und 28. Juni im Priessenthal das Umfeld um den Theaterhof und die Buchenhangwälder untersucht. Die 21 ExpertInnen im Juni haben mit über 850 verschiedenen Arten unsere bislang höchste Artenzahl notieren können. Vor allem die extensive Schafweide und die Trockenhänge zeigten sich besonders vielfältig. Beim Pilz-GEO-Tag im gleichen Gebiet landeten, trotz ungünstigen Wetterbedingungen, 115 verschiedene Pilzarten in der Fundliste. Die dazugehörigen Berichte finden Sie als PDF auf unserer Homepage (Naturschutz/Artenschutz/GEO-Tage).

Beim diesjährigen GEO-Tag am 19./20.6.2026 untersuchen wir in der Osterwies (Altötting/Tüßling) und im Bucher Moor. Dort waren wir vor 9 Jahren schon mal und sind gespannt, wie sich die Flächen verändert haben. Den Ort für den GEO-Tag der Pilze im Herbst 2026 werden wir in räumlicher Nähe festlegen. 

Die beiden GEO-Tage der Kreisgruppe, bei denen versucht wird, in einer bestimmten Zeit möglichst viele verschiedene Arten zu entdecken und zu notieren, waren auch dieses Jahr wieder sehr erfolgreich. Im Juni sind alle Artengruppen, für die wir ExpertInnen gewinnen können, im Fokus und im Herbst ausschließlich Pilze. Den Pilz-GEO-Tag leiten Till R. Lohmeyer und Dr. Ute Künkele. 

2025 haben wir am 27. und 28. Juni im Priessenthal das Umfeld um den Theaterhof und die Buchenhangwälder untersucht. Die 21 ExpertInnen im Juni haben mit über 850 verschiedenen Arten unsere bislang höchste Artenzahl notieren können. Vor allem die extensive Schafweide und die Trockenhänge zeigten sich besonders vielfältig. Beim Pilz-GEO-Tag im gleichen Gebiet landeten, trotz ungünstigen Wetterbedingungen, 115 verschiedene Pilzarten in der Fundliste. Die dazugehörigen Berichte finden Sie als PDF auf unserer Homepage (Naturschutz/Artenschutz/GEO-Tage).

Beim diesjährigen GEO-Tag am 19./20.6.2026 untersuchen wir in der Osterwies (Altötting/Tüßling) und im Bucher Moor. Dort waren wir vor 9 Jahren schon mal und sind gespannt, wie sich die Flächen verändert haben. Den Ort für den GEO-Tag der Pilze im Herbst 2026 werden wir in räumlicher Nähe festlegen. 

Umweltbildung an Schulen

Themen Wiese, Wasser, Wald …

Die Nachfrage nach unseren Umweltbildungsveranstaltungen waren in 2025 etwas niedriger als erwartet, aber es wurden immerhin ca. 350 Kinder erreicht. Themen waren Hecke, Wiese, Wald und auch einfache Pflanzenbestimmung, sowie Einblicke in die Imkerei. Der BUND Naturschutz wird durch diese Arbeit in der Gesellschaft sichtbar und bereits bei den Jüngsten wird das Bewusstsein für die Umwelt geweckt. Die Kinder waren immer interessiert und neugierig.

Unsere Umweltbildungsreferentinnen sind Susanne Unterstaller, Brigitta Erdödy und Daniela Ehm. Wir werden auch 2026 diese Schulveranstaltungen weiterhin finanziell fördern. Wir danken den dreien für Ihren wunderbaren Einsatz. Für jede Veranstaltung versuchen sie, Flächen in der Nähe der Schulen zu finden, auf denen sie die Themen Wiese, Wasser, Hecke oder Wald besonders anschaulich vermitteln können. Außerdem wird beim Thema LandArt ein Gestalten mit und in der Natur vermittelt. Die Umweltbildnerinnen bringen mit ihrem Angebot das Klassenzimmer nach draußen. Dabei orientieren sie sich am Lehrplan für Heimat- und Sachkunde. 

Prima Klima Kids

Das Projekt Prima Klima Kids wird von der BN-Kreisgruppe mit zwei UmweltbildnerInnen durchgeführt und aus Spenden finanziert. 

Beim Projekt "Prima Klima Kids" handelt es sich um ein mobiles Umweltbildungsangebot zu verschiedenen Themenfeldern des Klima- und Naturschutzes sowie der Energiewende, wie z. B. CO2, Brennstoffe, Sonnenkraft, Wasser- und Windkraft, Energie und Energiesparen, ökologischer Fußabdruck.

In experimenteller, spielerisch-pädagogischer Art und Weise sollen sich die Kinder mit den genannten Themen beschäftigen und selbstständig Lösungsansätze finden. 

Im Jahr 2025 ging die Nachfrage der Schulen leider etwas zurück. Es richtet sich an alle dritte Klassen im Landkreis und soll auch für vierte Klassen angeboten werden. Wir hoffen daher für 2026 auf eine erhöhte Nachfrage, was sich auch schon abzeichnet. 

Unterstützt wurden Uwe Reuter und Brigitta Erdödy, die beiden UmweltbildnerInnen, von Christian Brunnhuber und Peter Strasser, unseren Mitarbeitern im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes.

Die Kreissparkasse Mühldorf/Altötting und die Bürgerstiftung der Stadt Altötting haben das Angebot durch großzügige Spenden ermöglicht. Ab 2026 unterstützt auch die EGIS dieses Projekt mit einer hohen Spendensumme.

Kindergruppen

In Burghausen trifft sich die Jugendgruppe "Umweltkids" regelmäßig an einem Freitag im Monat. Der jeweilige Termin wird den Eltern frühzeitig bekanntgegeben. Geleitet wird die Gruppe von Katinka Ebner, Susanne Unterstaller und Birgit Romberger. Im Juni waren die drei mit ihrer Gruppe beim Kinder-GEO-Tag dabei. Die 18 Kinder waren begeistert, haben viele Tierarten gefunden und sich an der Bestimmung versucht. In 2025 stand das Thema „Bilche“ auf dem Programm. Die Nachfrage ist weiterhin hoch und die Warteliste lang.

In Marktl wird die zuletzt ruhende Kindergruppe um Bianca Menschig und Susann Uhrland-Specht wieder reaktiviert.

Die Kreisgruppe unterstützt den Aufbau neuer Kindergruppen mit Fortbildungen. Einige Materialien stellt die Kreisgruppe zur Verfügung. Für weitere Ausgaben steht den Gruppen ein Zuschuss des JBN zur Verfügung. Wer gerne eine eigene Kindergruppe starten möchte, meldet sich bitte bei uns (altoetting@bund-naturschutz.de).

Garching:

Die Brennen auf unsere Fläche hinter dem Garchinger Freibad entwickeln sich prächtig. Unser großer Dank gilt in diesem Zusammenhang dem Landschaftspflegeverband Altötting, der dieses Projekt mit Fördergeldern ermöglicht und realisiert hat. Die Brennen-Flächen müssen einmal pro Jahr gemäht werden, damit sich seltene Blühpflanzen auf diesen mageren Bodenstrukturen entwickeln können. Vergangenes Jahr wurden die Mäharbeiten durch einen Schäfer mit seinen lebendigen Helfern sehr gut umgesetzt.

Perach:

Derzeit wird vom Wasserwirtschaftsamt ein größeres Projekt zur Hochwassersicherung am Weitbach durchgeführt inklusive Neubau der Brücke beim Bahnübergang. Die gesamten Ausgleichsmaßnahmen werden auf unserem anschließenden Grundstück umgesetzt. Dazu wird der Dammweg abgesenkt und der Hochwasserschutz durch Spundwände rechts und links der jetzigen Dammstruktur sichergestellt (siehe Skizze unten des Planungsbüros Aquasoli). Dabei entsteht ein breiter Bereich mit Flachwasserzonen und Totholzstrukturen, durch den ein abgesenkter begehbarer Weg führt. Ein teil des Totholzes aus den notwendigen Rodungsmaßnahmen darf im angrenzenden Auwald zur Biodiversität beitragen.

 

Außerdem sind wir zuversichtlich, dass wir in Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt Traunstein die notwendige Entschlammung unserer wertvollen Teiche sicherstellen können, auch weil ohnehin Baggerarbeiten im Zusammenhang mit dem Hochwassersicherungs-Projekt gemacht werden müssen.

Kager: 
Die Beweidung mit den Heidschnucken von Matthias Hautzinger geht jetzt ins vierte Jahr. Wir suchen noch Freiwillige, die ab Mai helfen, den 900 m langen Elektrozaun freizumähen. Im Sommer ist das alle 2-3 Wochen nötig. Wir arbeiten dort mit Motorsense und Akku-Heckenschere. Ab und zu sind auch mal kleiner Zaunreparaturen durchzuführen. Dabei kommen sind die neugierigen Schafe immer mal wieder zum Kontrollieren, ob die Arbeiten auch richtig gemacht werden. Im letzten Jahr mussten auf dem Grundstück zusätzliche Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden, weil einige alte Bäume bei Stürmen die vorbeiführende Stromleitung gefährdet hätten. Die Arbeiten wurden von 2 Baumkletterern an 2 Tagen im Auftrag des Netzbetreibers Bayernnetz erfolgreich durchgeführt.

Amphibienschutz

Von den Amphibienrettern wurden an den aufgestellten Zäunen insgesamt 3845 Erdkröten gesammelt und somit bleibt die Population der Erdkröten im Landkreis einigermaßen stabil. An einigen Wanderrouten hat die Zahl der gesammelten Amphibien eine sehr positive Entwicklung genommen. Die Zusammenarbeit und Kommunikation mit den Betreuern der Amphibienzäune ist sehr gut. Alle Teams waren schon Ende Februar einsatzbereit. Das Wetter, bedingt durch wenig Niederschlag, löste erst im März zu einem zeitlich relativ gemeinsamen Start der Erdkröten-wanderungen aus. Kalte Nächte führten wieder zu kurzen Wanderpausen. Mitte März herrschten perfekte Bedingungen für die Wanderung der Erdkröten. Ende März war die Hauptlaichphase abgeschlossen und die Laichplätze von den meisten Erdkröten verlassen. 

Die Krötenretter haben aber immer noch viele Baustellen mit teils kniffligen Lösungsaufgaben. An diesen Wanderstrecken wurden viele getötete Amphibien durch aufmerksame Naturliebhaber festgestellt. Die Zusammenarbeit mit der unteren Naturschutzbehörde ist dabei sehr gut. An folgenden Teilstrecken von Straßen und Wegen sind Amphibienzäune oder andere Maßnahmen erforderlich und dafür müssen auch noch neue Teams mit Amphibienrettern gebildet werden:

  •  Mörmoosen an der AÖ14
  •  Pleiskirchen Klebing an der AÖ13 
  •  Marktl Queng
  •  Oberschroffen
  •  Burghausen

Die landkreisweite Entwicklung in privaten Gartenteichen und sehr naturnahen Schwimmteichen ist ebenfalls für die Amphibien sehr vorteilhaft.

Sehr erfreulich ist die Zunahme der Aufmerksamkeit bei jungen Leuten für die Thematik!

Der Bund Naturschutz und der LBV und Erwin Scheiwein bedanken sich sehr bei allen Amphibienrettern und Unterstützern für ihren Einsatz bei den Aktionen für die kleinen Tiere. Dieser Einsatz ist ein unbezahlbarer Beitrag für den Naturschutz. 

Wir freuen uns, wenn auch Sie im kommenden Jahr als Kröten- und Unkenretter mithelfen wollen. Melden Sie sich in der Geschäftsstelle. 
Mehr auf unserer Website unter "Themen / Artenschutz / Amphibien".

Waldrapp

Die Kreisgruppe AÖ unterstützt das Waldrappprojekt mit 1000.- €. Über die Fortschritte im Waldrapp-Projekt können Sie sich jederzeit auf der Website des Waldrappteams https://www.waldrapp.eu/news/ informieren.

Schleiereule

Nach dem guten Jahr 2024 konnten wir beim Monitoring nochmals einen Anstieg auf nun 9 Brutpaare im Landkreis feststellen. Diese Bruten erbrachten 38 flügge Jungeulen. Somit konnten wir den Erfolg von 2024 nochmals deutlich steigern. Außerdem haben wieder zahlreiche Turmfalken-Bruten in unseren Kästen stattgefunden. In zwei Kästen wurden Infrarot-Kameras installiert, mit denen das Brutgeschehen beobachtet werden konnte.

Bahn-Ausbaustrecke 38 (ABS38)

(zweigleisiger Ausbau der Bahnstrecke München – Mühldorf – Freilassing)

Leider mussten wir feststellen, dass die früher immer wieder beschworene Finanzierung des ABS38 inzwischen unklar ist.

Ortsumfahrung Burghausen

Nach bisherigen Aussagen des staatlichen Straßenbauamtes Traunstein (StBA TS) sollte die Planfeststellung der Ortsumfahrung Burghausen Mitte 2025 beginnen. Jetzt wurde sie noch einmal (laut Stephan Mayer) auf Ende des ersten Halbjahres 2026“ (PNP vom 11.02.2026) verschoben. 

Hier noch einmal unsere Aussagen der vier Bewertungsmodule durch die Politik (Bundesverkehrsministerium, StBA TS): 

Modul A: „Nutzen-Kosten-Analyse“
Weil diese Analyse mit der Umfahrung von Laufen zusammen erstellt wurde, können wir zu dem großen Nutzen (> Faktor 10) nichts sagen, da der Einfluss von Laufen nicht angegeben werden kann. Die Gemeinde Mehring hat MdB Stephan Mayer noch einmal gebeten, beim Bundesverkehrsministerium eine getrennte Berechnung der Umfahrung Burghausens einzufordern. Wir gehen von einer erneuten Ablehnung aus.

Modul B: „Umwelt- und naturschutzfachliche Beurteilung“
Eine zweifache Beurteilung der Artenvielfalt in dem fraglichen Gebiet im Rahmen der GEO-Tage hat gezeigt, dass das Leng- und Priessenthal eine große naturschutzfachliche Bedeutung aufweist. Wir sind auf die behördliche Beurteilung gespannt.

Modul C: „Raumordnerische Beurteilung (= Verbindungsmodul)“ und das Modul D: „Städtebauliche Bewertung (= Lärmmodul)“ 
Für beide Module werden in PRINS (Projektinformationssystem von der Behörde geschrieben!) keine Auswirkungen der Umfahrung gefunden! D.h., weder die Verbindung von Nord nach Süd bzw. umgekehrt, noch die Lärmsituation in Burghausen wird merklich verbessert! Warum die Burghauser Stadträte – abgesehen von den vier Räten des BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – jahrelang die Umfahrung unterstützt haben, ohne diese beiden notwendigen Begründungen, bleibt ein Rätsel oder ist auf Unkenntnis der Materie zurückzuführen.

Nach wie vor werden unsere alten, alternativen Vorschläge für hörbare Lärmverringerungen durch Tempo 30 (nebst geringeren Unfallgefahren), Flüsterasphalt, intelligente Ampelregelungen etc. nicht diskutiert. Wir werden deshalb bei der Planfeststellung versuchen, die Ortsumfahrung zu verhindern und schließen weiterhin eine Klage nicht aus. Dass in diesem Zusammenhang die früher klare Finanzierung des Bahnaus-baus (AB 38, siehe oben) wieder fraglich erscheint, dürfte die KFZ-Besessenheit charakterisieren.

Bürgerinitiative "Lebendige Alz"

Am 15. Januar 2026 haben wir mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern die Bürgerinitiative „Lebendige Alz“ gegründet. Fast 30 Jahre nach dem erfolglosen Versuch, eine Kleinwasserkraftanlage an der Walder Sohlschwelle in Garching zu errichten, gibt es aktuell einen neuen Genehmigungsantrag für einen Wasserschnecke mit integrierter Fischaufstiegshilfe. Aber ist das ein Gewinn für die Natur? Wir sagen klar und deutlich NEIN. Die Argumente der Bürgerinitiative, an deren Inhalt wir maßgeblich mitgearbeitet haben, finden Sie hier.:

Die Salzach, wir müssen uns weiter massiv einsetzen

Der BN hat Ende Mai 2025 16.666 Unterschriften an Dr. Christian Barth, Amtschef im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, in München übergeben. In dem Appell fordern wir die Bayerische Staatsregierung und Ministerpräsident Söder auf, die Renaturierung der Salzach im Tittmoninger Becken voranzutreiben und auf den geplanten Neubau eines Wasserkraftwerkes zu verzichten.

Die Salzach fließt auf über 60 Kilometern ohne Querbauwerke und ist damit einzigartig in Bayern. Hier ergibt sich ein enormes Potential für eine großflächige Renaturierung ihrer Auen. Für seltene Lebensräume und Arten ein Beitrag von unschätzbarem Wert. Ein Wasserkraftwerk würde Fische schädigen, die Wasserstandsdynamik in der Aue einschränken und zu einem Rückstau des Wassers führen. Eine konsequente Renaturierung sieht anders aus.

Die Salzach weist zudem stark schwankende Abflüsse auf. Eine wirtschaftliche und vor allem grundlastfähige Stromproduktion ist an der unteren Salzach schon jetzt nicht gegeben. So wird hier im Mittel der Ausbauabfluss des Kraftwerkes von 200 m³/s an 170 Tagen im Jahr unterschritten. In Zukunft werden nach dem sukzessiven Abschmelzen der Gletscher gerade im Sommer häufiger niedrige Abflüsse auftreten. Bayern setzt mit dem Bau neuer Wasserkraftwerke auf das falsche Pferd. Vielmehr muss weiter am Ausbau von Wind- und Solarenergie mit vollem Einsatz gearbeitet werden.

Stärken Sie mit ihrem Besuch der 14. Salzachkundgebung am 18. Juli in Burghausen auch heuer wieder unsere Ziele für einen Ausbau der Salzach als Naturfluss. 

Windkraft:

Am 16. Februar 2026 wurden die Antragsunterlagen zur Errichtung von 27 Windkraftanlagen auf dem Gelände der Bayerischen Staatsforsten im Landkreis Altötting öffentlich ausgelegt. Bis Ende März können Einwendungen /Stellungnahmen aus der Bevölkerung eingereicht werden. In mehreren Gesprächen haben wir uns im Vorfeld zur Auslegung mit Qair-MitarbeiterInnen über den Stand der Planungen ausgetauscht. Neben anderen Punkten werden wir auch weiterhin Kamera-geführte Abschalteinrichtungen bei Windkraftanlagen in der Nähe wertvoller Vogelschutzgebiete in unserer Stellungnahme fordern. Auch in unserer Kreisgruppe wird kontrovers über das Projekt im Staatsforst diskutiert, zumal es ja im Bannwald realisiert werden soll. Aber gerade angesichts der aktuellen Bestrebungen unserer Bundesregierung, Transformationsprojekte zum Erreichen der Klimaneutralität bis 2045 nach und nach zu verwässern, steht die Mehrheit in unserem Vorstand hinter der Position, das Projekt nicht grundsätzlich abzulehnen, sofern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht dagegen sprechen. Nicht zu vergessen, eines unserer wichtigsten Ziele ist der Erhalt und die Verbesserung der Biodiversität im Landkreis. Sollte das 2-Grad-Ziel (von 1,5 Grad reden wir schon nicht mehr) nicht erreicht werden, werden unsere hehren Ziele in unserem Landkreis durch die dann eintretenden Wetterkalamitäten kein Thema mehr sein. Hier noch ein Link auf die Kriterienliste für die Ausweisung von Windenergie-Vorranggebieten unseres Landesverbandes.

Fernwärme:

  • Die Stadt Burghausen hat mittlerweile konkrete Projekte mit der Geothermie-Gesellschaft bei Halsbach vereinbart. Es gab Infoveranstaltungen für interessierte BügerInnen und es gibt einen konkreten Zeitplan.
  • Die Energie Genossenschaft Inn-Salzach (EGIS) macht die Planungen für eine Fernwärmeversorgung in Garching, die als Basis die Geothermieanlage in Bruck haben.
  • Die erfolgreiche Geothermiebohrung des Gwächshausbetreibers bei Polling liefert schon Wärme als Ersatz für die Blockheizkraftwerke in den beiden Gewächshäusern in Polling und Tüssling. Derzeit gibt es wohl noch Anlaufschwierigkeiten bei möglichen Fernwärmeprojekten.
  • Die Biothermie Altötting betreibt ihre Fernwärmeversorgung noch hauptsächlich auf Basis von Hackschnitzeln. Da wäre es schon wünschenswert, wenn eine Geothermiebohrung angestrebt würde, zumal der Ausbau der Fernwärmeversorgung in Altötting zügig voranschreitet.

Kein Biomassekraftwerk in Gendorf:

Wie in letzten Jahren berichtet, wollte der Industriepark Gendorf ein großes Biomasse-Kraftwerk zur Erzeugung von Prozessdampf und Strom errichten. Wir hatten große Bedenken geäußert. Am 1.September 2025 hat der Chemiepark Gendorf eine PM veröffentlicht. Ein Auszug daraus: „Das Biomasseheizkraftwerk in Gendorf wird nicht gebaut. Der Chemieparkbetreiber InfraServ Gendorf hat die entsprechenden Planungen gestoppt. Veränderte Rahmenbedingungen machen das Projekt unwirtschaftlich, das die Unternehmen mit klimaneutralem Dampf versorgen sollte. Am Ziel der Klimaneutralität hält InfraServ Gendorf jedoch fest. Das Biomasseheizkraftwerk soll durch andere Energiequellen ersetzt werden….“ Aus unserer Sicht eine gute Entscheidung.

PFOA und andere PFAS in Grundwasser, Boden und Gewässern

Das Thema wird uns noch über die nächsten Jahrzehnte begleiten. In der jüngste Sitzung des Umweltausschusses des Kreistags wurde von den Fachbehörden die kontaminierte Fläche im Landkreis aufgrund neuer Analysenvorgaben auf 38 000 ha geschätzt, doppelt so viel wie bisher. Das sind ca. 2/3 der gesamten Landkreisfläche.
Hinzu kommt, dass erstmals ein Prüfwert für den Wirkungspfad „Boden-Mensch“ kurz vor der Einführung steht. Aufgrund der Einstufung von PFOA Ende 2023 als krebserregend in der Kategorie 1  wurde vom Umweltbundesamt eine Fachkommission eingerichtet, die bereits 2025 entsprechende Vorschläge erarbeitete. Danach wird der Prüfwert für Kinderspielflächen und Wohngebiete 0,9 µg pro kg Boden betragen. Es ist zu erwarten, das viele Flächen im Landkreis diesen Prüfwert überschreiten. Aber was heißt das, wenn der Wert überschritten wird? Die Stadt oder Gemeinde ist angehalten, eine Gefährdungsbetrachtung zu machen, die sich u. a. mit  Fragen beschäftigt, was auf der Fläche gemacht wird und ob ggf. Vorgaben zum Verhalten erstellt werden müssen. 
Aber ohne flächendeckende Messungen kann auch keine Beurteilung erfolgen. 

Weiterer Flächenbedarf im Bannwald, insbesondere bei Burghausen

  • 30 ha für 27 Windräder in den Staatsforsten im Landkreis 
  • Kein Partnerfirmendorf im Bannwald:
    Wir freuen uns zwar, dass Burghausen die Überlegungen, die Flächen für ein Partnerfirmendorf im Bannwald zur Verfügung zu stellen, aufgegeben hat. 
  • Gaskraftwerke zur Netzstabilisierung und für Dunkelflauten:
    Dafür sollen an gleicher Stelle im Bannwald auf 10 ha Fläche 2 Gaskraftwerke mit insgesamt 1 GW Leistung gebaut werden. Insbesondere das GUD-Kraftwerk mit ca. 800 MW Leistung soll mehrere Monate im Jahr in Betrieb bleiben.
  • Neues 380 KV Umspannwerk:
    Derzeit wird eine Fläche von ca. 30 ha im Bannwald hinter der Loxxess-Halle anvisiert. 

Vor dem Hintergrund des weiteren Flächenbedarfs im Bannwald und der dann nötigen Wiederaufforstungsflächen auf Agrarland haben wir uns mit dem Bauernverband zusammengesetzt und eine gemeinsame Position gegen die Inanspruchnahme weiterer Bannwald- und Agrarflächen veröffentlicht. Die Position finden Sie unter folgendem Link: xxxxxx
Darin teilen wir mit dem Bauernverband die Ansicht, dass in unserem Landkreis sehr verantwortungsvoll mit weiteren Ausweisungen von Industrieflächen umgegangen werden soll. Zum Beispiel könnte durch Nutzung weniger klimaschädigender Isoliergase die Fläche des Umspannwerks auf um 2/3 reduziert werden, also 10 statt 30 ha. Außerdem sind in angrenzenden Kommunen bereits größere Gewerbeflächen ausgewiesen, die auch für die genannten Projekte nutzbar wären.

Ortsgruppe Burghausen

Die Ortsgruppe des BN Burghausen befasst sich mit folgenden Themen:

  • Es gibt bei uns eine aktive Kindergruppe (betreut von Susanne Unterstaller und Katinka Ebner)
  • Wir engagieren uns praktisch für den Amphibienschutz (Aufstellen eines Krötenzauns)
  • Zusammen mit der VHS und dem Umweltamt Burghausen organisieren wir ein Vortragsprogramm
  • Wir geben aus Sicht des Naturschutz fachliche Stellungnahmen zu aktuellen Projekten der Stadt Burghausen ab (aktuell zum geplanten Gaskraftwerk und Umspannwerk)
  • Bei unseren Monatstreffen sprechen wir über Schwerpunktthemen. Im Februar wird Ralf Angstmann über Maßnahmen gegen den Vogelschlag an Glasfassaden berichten.
  • Artenschutzprojekte wie das Monitoring-Programm für Schleiereulen und Wiedehopf werden jährlich durchgeführt.
  • Wir beraten bei aktuellen Naturschutzmaßnahmen, wie z.B. Biber-Konflikte.
  • Zeitweise werden von uns die Praktikanten/innen des Freiwilligen Ökologischen Jahrs betreut.

Das Monatstreffen der Ortsgruppe findet jeweils am zweiten Mittwoch des Monats um 19:30 Uhr im Bürgerhaus statt (außer im Mai und August).

Die Kreisgruppe Altötting ist gut vernetzt.

Weitere Aktivitäten in Verbänden, Arbeitsgruppen und Gremien finden Sie unter folgendem Link: https://altoetting.bund-naturschutz.de/kreisgruppe-aoe/kreisgruppe-im-lk-aoe/mitgliedschaften-und-mitarbeit

Unseren Pressespiegel finden Sie unter  https://altoetting.bund-naturschutz.de/aktuelles/pressespiegel

Kassenbericht 2025

Auch 2025 hat keine Haus- und Straßensammlung stattgefunden. Eine Unterstützung durch Schulen konnten wir leider nicht bekommen. Auch Privatpersonen, die für uns sammeln gehen, hatten wir nicht. Das wird auch wohl vorerst so bleiben.

Private Spenden erreichten aber 2025 wieder eine erfreuliche Höhe. Vielen Dank an alle SpenderInnen. Darüberhinaus werden wir seit 2023 bei Bußgeldbescheiden berücksichtigt. 

Unsere Geschäftsstellenbetreuung jetzt neu mit Uwe Reuter ist eine unabdingbare Notwendigkeit für unsere effiziente, ehrenamtliche Arbeit, deshalb unterstützt der Landesverband diese Kosten mit einem hohen Zuschuss. Wir danken Peter Strasser, der uns bis Sept. 25 tatkräftig als BufDi unterstützte und jetzt auch noch anpackt, wenn Hilfe gebraucht wird.

Mitgliederdaten

Kreisgruppe in Zahlen (zum Jahresende 2025):

Die Kreisgruppe hatte zum Jahresende 2025 1640 Mitgliedschaften. Zu diesen Mitgliedschafte gehören 271 Ehepartner und 289 Kinder. Darüber hinaus haben wir 212 Förderer. Zusammen sind das 2412 Personen und Institutionen.

Von den 4 Ortsgruppen ist nur eine, die größte, aktiv => Burghausen.

Kindergruppen: 2 Bei einer Werbeaktion von April – Juli haben wir 495 neue Mitglieder gewonnen. Somit hatte die Kreisgruppe am Jahresende 2024 insgesamt 2190 Mitglieder und 230 Förderer.

Da sich die Bedingungen für den Versand von Mitgliederbrief und Exkursionsprogramm als Dialogpost laufend verschlechtern, würden wir ihnen gerne unsere Mitglieder Verbandsinformationen vermehrt per E-Mail zukommen lassen. Daher möchten wir Sie bitten, uns ihre E-Mail-Adresse mitzuteilen, sofern sie nicht erst seit 2024 Mitglied sind und noch nie ein E-Mail von uns bekommen haben. Benutzen Sie direkt das hier verlinkte Formular. Vielen Dank.

Bitte beachten Sie folgende Termine und Kontakte:

Kreisgruppe AltöttingGerhard Merches, 1. Vors., 08671-85711, gerhard.merches@t-online.de
Öffnungszeiten Geschäftsstelle:Do 14.00 -18.00 Uhr, Tel. 08671/5 07 40 17, altoetting@bund-naturschutz.de
MitgliederversammlungFr 24.04.26, 19.30 Uhr, Altötting, Gasthof Plankl, Saal Einstein
GEO-Tag (alle Interessierten)19. / 20.6. in der Osterwies Altötting/Tüsslling, emerches@web.de
SalzachkundgebungSa, 18.07.26, ca. 12.00 Uhr, Burghausen, Stadtplatz
Offener Treff AÖ:nach Ankündigung um Internet, 08671-85711, gerhard.merches@t-online.de
Monatstreffen Burghausen:zweiter Mittwoch im Monat, 19.30 Uhr, 08677-64 316, holger.lundt@web.de
Koordinator Amphibienretter:Erwin Scheiwein, 0160-977 392 49, erwin.scheiwein@web.de
Burghausen "Umweltkids":einmal im Monat, 0175-66 23 101, susn.bloch@googlemail.com
Marktl Kindergruppeeinmal im Monat, Bianca Menschig bianca.menschig@gmail.com                           

Alle Termine werden immer unter "Veranstaltungen" auf unserer Homepage angekündigt

Besuchen Sie auch unsere Homepage: http://altoetting.bund-naturschutz.de. Dort finden Sie aktuelle Hinweise und Termine. Weitere Informationen zu Umwelt- und Naturschutz, sowie zur Artenvielfalt in Deutschland unter:  www.bund.net oder www.bund-naturschutz.de

Sie wollen immer aktuell informiert werden? Dann bestellen Sie unter altoetting@bund-naturschutz.de unseren etwa monatlich erscheinenden Newsletter, folgen uns über Facebook (www.facebook.com/bnaltoetting) oder auf Instagram (www.instagram.com/bundnaturschutz.altoetting).

 

Wir freuen uns darauf, Sie auf der Mitgliederversammlung am 25. April in Altötting begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen bis dahin eine gute Zeit.

Viele Grüße

Gerhard Merches (1. Vorsitzender)